Das Gelbe Haus besteht bereits seit 1989 und genießt einen Ruf, der seinesgleichen sucht. Denn seit Jahrzehnten ist man eine Institution in der Welt der deutschen Bars – allem voran beim Whisky und das in Weiterlesen
The Excellence of Whisky

Die nominierten Adressen des Jahres 2025
The Excellence of Whisky – Best Whisky Bar 2025
The Excellence of Whisky – Best Whisky Shop 2025
Die 12 Mitglieder/Brennereien der Exzellenzinitiative (D-A-CH)
Über die Initiative
Bereits im Jahrbuch 2024 des Whisky Guide Deutschland gab es einen Artikel mit dem Titel „The Excellence of Whisky“. Er spürte dem Phänomen der so einzigartigen Liebhaberei nach, die wir vom Whisky kennen. Darin hatte ich dargelegt, wie mir eher „en passant“ und durch eine ganze Reihe von Zufällen plötzlich diese besagte Wendung einfiel, um damit auf den Begriff zu bringen, was wir sonst nur staunend zur Kenntnis nehmen können. Denn man reibt sich doch öfter mal die Augen, wenn man sich wieder einmal klar macht, mit welch einer großen Hingabe und Passion diese Faszination Whisky hier wie dort gelebt wird. Und die spannende Frage dahinter ist: Von wem geht das denn nun aus? Von den Menschen? Oder vom Whisky? Und die Antwort, die mir am nächsten Tag bei der Morgentoilette nach einem recht denkwürdigen Abend bei Freunden zusprang, war ja der Satz: „Whisky ist größer als wir“. Und genau darum geht es bei „The Excellence of Whisky“.
Whisky ist größer als wir
Mich hatte an diesem Abend ein langjähriger Weggefährte meines journalistischen Tuns unnachgiebig mit der Frage gelöchert, warum das Getränk Whisky einen nochmals ganz anderen Zuspruch als jede andere Spirituose dieser Welt auslöst, und im Grunde zuckte ich nur mit den Schultern, dass wir dieses Phänomen nur so nehmen können wie es ist. Richtig erklären ließe sich das wohl nicht, so mein Tenor. Und dann kam plötzlich diese unerwartete Eingebung: „Whisky ist größer als wir.“ Das ist und bleibt – auch mit solch einer Wendung – ein Phänomen. Aber dieser Satz eröffnet uns mit seiner Kernbotschaft, dass wir bei unserer Faszination für den Whisky bereit sind, uns ihm unterzuordnen, wichtige Spuren. Und diese kulminieren für mich in meiner Rede von der „The Excellence of Whisky“. Ob diese Exzellenz bloß unsere eigene Zuschreibung ist oder dem Whisky selbst innewohnt, kann man von mir aus getrost vernachlässigen. Who cares! Wichtig ist allein das ureigene Phänomen, dass wir auf den Whisky so schauen, dass seine Zugkraft nicht von uns ausgeht, sondern von ihm. Er beschert uns derartig besondere Momente, dass wir bereits sind, uns ihm ganz und gar und mit Haut und Haaren zu verschreiben. Das muss dann schon von ganz eigener Exzellenz sein, oder etwa nicht?
Hingabe & ureigene Exzellenz
Ich halte jedenfalls diese Überlegungen für durch und durch plausibel. Und ich meine auch, dass wir viele Indizien finden können für dieses Phänomen des Aufschauens beim Whisky. Und damit auch auf den daraus dann resultierenden Akt der Hingabe, die man, wenn man denn so will, auch als eine Form des sich Unterwerfens beschreiben könnte. Der aufgeklärte Kopf moderner Prägung wird über eine solche Zuspitzung eher die Nase rümpfen. Aber es enthält dennoch etwas Gutes. Denn all die, die wir mit ihrem Tun im Guide präsentieren und würdigen, sind von genau dieser Strickart. Sie bringen dieses Besondere des Whiskys durch ihr aufopferungsvolles Engagement zum Vorschein. Ich könnte mir keinen besseren Namen bzw. Titel für einen Award denken, der die Besten der Besten dieses Buches auszeichnet. Es geht um diese ureigene Exzellenz, die sie durch ihr Tun und ihre Adressen verkörpern. Dafür sind sie die Botschafter.
Individuell. Einzigartig. Unvergleichlich.
Und wenn man genau hinschaut, wird man sich meines Erachtens diesen Einsichten stellen müssen: Diese Form von Hingabe ist immer von den Menschen geprägt, die sie leben. Das lässt sich nicht über einen Leisten schlagen. Sie zeigt sich immer höchst individuell und ist schon allein deswegen einzigartig, wenngleich wir mit dieser Einzigartigkeit immer auch das Herausgehobene und Besondere denken. Unsere vorgestellten Adressen und Empfehlungen besitzen allein von daher schon immer etwas ganz Eigenes und schier Unvergleichliches. Das ganz Eigene zeichnet sie sogar aus. Und um sie darin direkt erleben und erfahren zu können, dafür legen wir sie unseren Leserinnen und Lesern so nahe.
Kann man dann überhaupt Unterschiede machen, um zu einer Liste der Top 50 Adressen zu kommen und Jahresbeste auszuzeichnen?
Ja, man kann. Aber dafür dürfen dann nur objektive Daten und Fakten herabgezogen werden. So ist seit vielen Jahren das Vorgehen beim Guide.
Leuchttürme der Exzellenz und Tadellosigkeit
Und doch bemerkt man über die Jahre, dass sich die eine oder andere Adresse und damit die eine oder andere Person, die dahinter steht, sich noch ein wenig mehr hervorhebt. In dem so vielstimmigen Konzert unserer Whisky-Liebhaberei haben wir noch jene Leuchttürme, die das besitzen, was wir auch dem Whisky in seiner Exzellenz zuschreiben. Man achtet auf sie. Sie fungieren als Maßstab. Man schaut auf zu ihnen. Offenbar besitzen sie jene Strahlkraft, die sie unter den eh schon Besten zu den noch etwas mehr Herausgehobenen machen. Wenn mir ein Begriff für dieses nochmals extra Herausgehobene einfallen sollte, so käme ich auf das schöne, alte deutsche Wort der Tadellosigkeit. Bei ihnen ist alles derart da und stimmig, wie man es sich im besten Sinne ausmalen möchte. Weil sie das Unbedingte unserer Passion ohne Wenn und Aber leben. Sie geben damit das Beispiel par excellence dafür ab, was ich mit der „The Excellence of Whisky“ meine.
Die neue Exzellenzinitiative des Guides
Womit das Feld bereitet wäre, um unsere neue Exzellenzinitiative richtig einordnen und vorstellen zu können. Wir geben unseren Awards, die immer schon die Besten der Besten des letzten Jahres ausgezeichnet haben, nicht nur einen neuen Namen, sondern hoffentlich auch einen neuen, treffenden, vor allem aber wegweisenden Spirit. Denn sprechen wir es ruhig einmal ungeschminkt aus: Persönliche Einflussnahmen, Animositäten, Enttäuschungen oder sonstige Erwägungen etwa seitens des Marketings, nicht zur reden von sonstigen Geldflüssen oder „Nebengeschäften“ – all das hat bei einem Award, der sich auf diese besagte Exzellenz des Whiskys ausrichtet, nichts zu suchen. Und ja, davon ließe sich rückblickend sicher ein langes Lied singen. Es gibt gute Gründe diesen neuen Titel zu wählen. Denn die beschriebene Tadellosigkeit darf zu keiner Zeit in Frage stehen. Diese Art von innerer Selbstverpflichtung muss ohne Wenn und Aber Maß und Mitte dieser Exzellenz sein. Und so begründet sich auch der Dreiklang unserer neuen Exzellenzinitiative:
- Wir bilden eine kleine Gruppe an ausgewählten Personen, die dieser Initiative als Board und Jury vorsteht. Und wir malen uns damit viele neue Optionen aus: Sie sind Stimme der Whiskyszene, weil Teil dessen. Sie sind ausgewiesene Experten mit je besonderem Know-how, mithin die Basis für ein zukünftiges Wissens- und/oder Trend Forum. Und sie sind die „Critical Friends“ unserer neuen Exzellenzinitiative beim heimischen Whisky der D-A-CH Region. Namentlich sind dies zum aktuellen Stand:
- Jens Fahr, No. 2 – Die Altstadtkneipe, Delitzsch
- Peter Greve, eh. Leitung Marketing, HaWe Bremen
- Gregor Haslinger, Whisky Spirits, Frankfurt
- Markus Heinze, Brand Ambassador William Grant & Sons
- Björn Lahmann, Whiskyplaza, Hamburg
- Thomas Plaue, Brand Ambassador Whisky, Schlumberger
- Uwe Wagmüller, Finest Whisky, Union Jack, Whisky Herbst, Berlin
- Parallel starten wir eine Exzellenzinitiative beim quasi „deutschsprachigen“ Whisky, die wir sukzessive auf Österreich und die Schweiz ausdehnen. Man könnte es auch „Heimischer Whisky“ nennen. Doch entscheidend ist dies: Wir trennen diese kleine, überschaubare und erst einmal sorgsam ausgesuchte Gruppe an Brennereien nicht mehr von der internationalen Whiskywelt ab. Sie ist ein fixer Bestandteil von ihr und soll sich in ihrer Qualität daran messen lassen können. Einziger Unterschied: Sie wird als eigene Region/Gruppe vorgestellt.
Denn ab jetzt heißt es für uns vom Guide: Schluss mit einer wie auch immer gearteten „Sonderwelt“ Deutscher Whisky oder sonstiger „Extrawürste“. Die Ausrichtung auf die Exzellenz des Whiskys muss bei allem Tun dieser Brennereien leitend sein – trotz aller Offenheit für regionale Unterschiede oder sonstiger Besonderheiten. Denn wir wollen beides mit der Initiative fördern – die nötige Exzellenz wie ihre Besonderheit. Und dafür halten wir Vieles für denkbar – Treffen, gegenseitige Besuche, Austausch und Know-how Transfer bis hin zur guten Begleitung durch das Board als Critical Friends. Erstes Ziel könnte u.a. eine Selbstverpflichtung zur besagten Exzellenz sein.
- Und so werden auch die neu ins Leben gerufenen Awards allein von dem Credo „The Excellence of Whisky“ geleitet. Wo zeigt sie sich Jahr für Jahr wieder derart, dass sie gewürdigt und ausgezeichnet gehört? Der Guide mit seiner jährlichen Neuauflage ist dafür die Basis. Alle Award-Entscheidungen liegen indes allein bei der besagten Jury, Das Board ist zugleich das Gremium, mit dem alle zukünftigen Entscheidungen zum Award abgestimmt werden. Wie auch die der Blindverkostung, mit denen wir wieder die besten Whiskys des Jahres suchen – plus gezieltem Feedback zu dem Gesamtbild jeder Brennerei. Auch in der Hinsicht versprechen wir uns einen Qualitätsgewinn bei der Durchführung eines Awards, der seinem anspruchsvollen Namen gerecht werden will. Und weil wir diese Exzellenz immer an Personen festmachen, wird auch erstmals wieder eine Person für ihr langjähriges und/oder herausragendes Engagement ausgezeichnet, die wir dann als neues Mitglied im Board begrüßen.
So der Plan.
Wir freuen uns auf dessen Verwirklichung!